Pressebericht kfz-Betrieb über Musik im Autohaus

Das Fachmagazin kfz-Betrieb hat über unsere Konzertreihe “Musik im Autohaus” berichtet.

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Presse kfz Betrieb

Das Fachmagazin kfz-Betrieb hat über die Konzertreihe “Musik im Autohaus” berichtet.

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  von Andreas Grimm

450 Gäste im VW-Autohaus, die in gelöster Atmosphäre die Hits der Rockband Queen mitsingen – intensiver geht Kundenkontakt kaum. Das Autohaus Brandt in Weyhe nutzt „Musik im Autohaus“ seit 18 Jahren zur Kundenbindung. Mit viel Arbeit im Hintergrund – aber großem Erfolg.

Ortstermin im Autohaus Brandt in Weyhe, südlich von Bremen: Aus den großen Fensterfronten leuchtet es blau, lila und rosa in die Nacht, vor dem hinteren Eingang bereitet das Catering Speisen und entlang einer langen provisorischen Theke werden Getränke gereicht. Vor allem aber haben sich 450 Menschen im Showroom versammelt, wo noch am Tag zuvor Golf, T-Roc oder Touran um das Interesse der Besucher buhlten. Fast alle Neuwagen haben Platz gemacht für eine große Bühne, auf der die siebenköpfige Band „MerQury“ das Publikum mit Hits der britischen Band Queen zum Tanzen, Klatschen und Mitsingen bringt.

Das Konzert ist ein Höhepunkt der Veranstaltungsreihe „Musik im Autohaus“, mit der die Inhaberfamilie von Ahsen seit dem Jahr 2008 Kunden und Interessierte anspricht. Und das – so viel sei vorab verraten – einmal mehr mit Erfolg. „Die Gäste waren von der Band und der Musik begeistert, es wurde getanzt, mitgesungen und gemeinsam gefeiert. Genau diese besondere Atmosphäre macht ‚Musik im Autohaus‘ aus“, berichtet Geschäftsführerin Stephanie von Ahsen. Es sei einmal mehr gelungen, bestehende Kundenbeziehungen zu pflegen und Vertrauen aufzubauen.

Die Idee war damals bei einem Kaffee mit Hermann Kuhlmann entstanden, dem Geschäftsführer des Weyher Theaters. Kuhlmann hatte zuvor zweimal im Jahr Bands auf dem Marktplatz auftreten lassen – mit großer Resonanz, aber auch reichlich Ärger mit lärmempfindlichen Nachbarn. „Das machen wir hier“, schlug der heutige Seniorchef Günter von Ahsen damals spontan vor – und dachte gleich groß: nicht die kleinere Audi-Halle, sondern der weiträumige VW-Schauraum sollte es sein.

Ganz ohne Bedenken ging man die Premiere jedoch nicht an: Aus Sorge vor schlechter Akustik lagen vorsorglich Wolldecken und Betttücher bereit, um notfalls die Fensterfronten zu verhängen. Sie wurden nicht gebraucht – der Klang erwies sich als hervorragend. Zur Premiere kamen 250 Gäste.

26 Musik-Events in 18 Jahren

Seither listet die Chronik des Autohauses Brandt 26 Musik-Events auf, bespielt von Bluesrock-Bands, Cover-Gruppen bis hin zu „Philharmonic Rock“ mit 36 Musikern auf der Bühne. Die ersten drei Jahre fand das Konzert einmal jährlich statt, ab 2011 dann zweimal pro Jahr.

Auch kulinarisch ist die Reihe erwachsen geworden: Begonnen hatte man einst mit Bratwürsten, heute serviert der italienische Stamm-Caterer am Rand des Showrooms Garnelen – und die Gäste greifen gern zu.

Über die Jahre ist die Zahl der Besucher kontinuierlich gewachsen, mit den 450 Gästen zur Queen-Coverband – übrigens ein Herzenswunsch von Stephanie von Ahsen – ist die Kapazität des Showrooms annähernd erschöpft. Platz machen könnten bestenfalls noch die zwei Autos, die aber bewusst stehen bleiben. „Wir verleugnen ja nicht, ein Autohaus zu sein – und dass wir gerne Autos verkaufen“, sagt Günter von Ahsen schmunzelnd. Folgerichtig erhalten die Besucher vor Konzertbeginn von zwei Verkäufern erste Informationen zu den Neuheiten ID Polo und ID Cross. Mehr Publikum war nur einmal im Autohaus – zum Public Viewing während der Fußball-WM 2014.

Event festigt langfristige Kundenbeziehungen

Unter den Besuchern sind Stammkunden – einige werden gezielt vom Händler eingeladen – ebenso wie neugierige Erstbesucher, denn die Konzertreihe spricht sich in der Region herum. Sicher auch, weil es bis zur Stadtgrenze von Bremen keinen vergleichbaren Veranstaltungsraum gibt, der so viele Gäste in dieser Atmosphäre aufnehmen kann. Die Besucher erzählen in ihrem Umfeld von dem Event, was neue Interessenten anzieht. „Es geht um die persönliche Beziehung zu den Menschen und dass wir als vertrauensvolle Anlaufstelle für den Autokauf wahrgenommen werden“, sagt Stephanie von Ahsen. Ein Verstärker ist die Lokalpresse, die über die Veranstaltungen regelmäßig und großformatig berichtet.

„Unsere Verkäufer haben die Reaktionen der Kunden durchweg positiv wahrgenommen. Viele Kunden haben sich ausdrücklich für die Einladung bedankt und die besondere Atmosphäre gelobt“, erzählt Stephanie von Ahsen nach der Veranstaltung. Sie sieht in den persönlichen Begegnungen auf Augenhöhe einen unschätzbaren Wert für langfristige Kundenbeziehungen. Die Musikreihe stärke die Bindung sowohl zum Verkäufer als auch zum Autohaus insgesamt.

Intensive und frühzeitige Vorbereitung ist wesentlich

Natürlich steckt in dem Autohaus-Event viel Vorlauf und Planungsaufwand. Über mehrere Tage laufen die Vor- und Nacharbeiten. Nach dem „MerQury“-Konzert musste die Technik sofort weichen, da am Folgetag ein Räderwechsel-Event mit Frühstück anstand. Entscheidend ist für Stephanie von Ahsen, sich frühzeitig Gedanken über die nächste Veranstaltung zu machen.

Wesentlich ist für sie, die Mitarbeiter einzubinden und mitzunehmen. Die zehn Auszubildenden sind über mehrere Tage mit Auf- und Abbau beschäftigt, räumen Fahrzeuge beiseite und richten den Raum anschließend wieder her. Für Günter von Ahsen ist der wertschätzende Umgang im Betrieb der Schlüssel: „Das geht nur, weil wir vernünftig miteinander umgehen – da ist jeder Kollege ganz wichtig.“

Dass selbst Coverbands mit professionellen Ansprüchen anreisen – von der Technik bis zum Verpflegungswunsch –, nimmt Stephanie von Ahsen mit Humor. „Obst und Gemüse sind in der Planung natürlich das kleinste Problem“, lacht sie. Grenzen setzt der Schauraum allerdings dort, wo die Rockshow zu großspurig wird: Pyrotechnik, Flammenwerfer oder Nebelmaschinen, wie sie manche Bands – auch „MerQury“ – im Repertoire haben, sind im Autohaus tabu.

Fortschreitende Professionalisierung

Nach dem Konzert ist für sie letztlich bereits wieder vor dem Konzert. Der Tag muss festgelegt werden, Band und Dienstleister müssen gefunden werden. Für die Band-Buchung arbeitet von Ahsen seit Jahren schon mit einer versierten Hamburger Agentur zusammen, die passende Coverbands vorschlägt und organisiert. „Wenn sie sagt, ein Musiker oder eine Band sind gut, dann sind die auch gut“, sagt sie ein wenig erleichtert. 

Wichtig ist ihr, dass die ausgesuchten Künstler nicht kurz zuvor in Bremen spielen, um den Kartenverkauf nicht zu gefährden. In der Band-Auswahl zeigt sich ein Stück weit die Professionalisierung: Setzte man in den ersten Jahren auf regionale Musiker, sind es inzwischen überregionale Coverbands auf hohem Niveau. So wie „MerQury“ – die Gruppe mit einem US-Frontmann kommt ursprünglich aus Dresden, Elvis-Imitator Oliver Steinhoff (im Jahr 2017) wurde in Las Vegas für seine Kunst ausgezeichnet.

Steht der Termin, müssen schließlich die Dienstleiter verpflichtet werden: für den Bühnenbau, die Veranstaltungstechnik, für die 300 Stühle und das Catering. Damit verbunden ist ein erheblicher finanzieller Aufwand. Pro Veranstaltung fallen rund 15.000 bis 20.000 Euro Kosten an. „Man braucht schon ein wenig Mut zum Risiko“, sagt Günter von Ahsen. Er erinnert sich noch an seine vor Nervosität feuchten Hände bei der Premiere vor 18 Jahren – aber auch an die Erleichterung danach.

Bevor das Konzert beginnt, gegen 20.30 Uhr, heizt Roland Kanwicher dem Publikum nochmals ein. Er ist in der Region als Radio-Moderator bei Radio Bremen 4 bekannt und plaudert von der „Musik im Autohaus“ als einer der schönsten Traditionen in der Region; bevor er endgültig an die Queen-Apologeten übergibt. Die legen gleich los, „Another one bites the dust“, „I want to break free“ oder „Under pressure“ werden vielstimmig vom Publikum mitgesungen.

Fortbestand des Events trotz neuer Firmenstruktur

Zum Anfang des Jahres 2026 hat das Autohaus Brandt aus Weyhe mit dem Autohaus Eggers aus Verden an der Aller fusioniert. Bei beiden handelt es sich um traditionsreiche, familiengeführte Unternehmen, die unter der Dachmarke Brandt-Eggers aber ihre Besonderheiten weiterleben. Dazu gehört auch die Konzertreihe „Musik im Autohaus“.

Zusammen arbeiten für Brandt-Eggers rund 450 Menschen an neun Standorten. Die Kunden erhalten dabei an allen Standorten Zugriff auf sämtliche Volumenfabrikate des Volkswagenkonzerns (VW, VW Nutzfahrzeuge, Seat, Cupra, Skoda und Audi), was speziell im Flottengeschäft ein klarer Pluspunkt ist. Insgesamt peilt das Unternehmen den Absatz von 8.000 Fahrzeugen an, etwa die Hälfte davon Neuwagen.